Das GNOME Control Center

Einführung

Mit dem GNOME Control Center können Sie verschiedene Bereiche Ihres Systems mit einer Reihe von Hilfsprogrammen mit der Bezeichnung "Capplets" konfigurieren. Diese Capplets können mit den vorinstallierten GNOME-Anwendungen oder anderen Anwendungen verknüpft werden, für die Capplets geschrieben wurden.

In Ihrem Control Center sind möglicherweise zusätzlich zu den hier beschriebenen Capplets noch weitere Hilfsprogramme enthalten, wenn diese auf Ihrem System installiert wurden.

Das Control Center besteht im wesentlichen aus zwei Bereichen, nämlich einem Baummenü mit konfigurierbaren Capplets und einer Bildschirmmaske für Ihre Eingaben.

Für das Verwenden des Control Centers müssen Sie lediglich ein Capplet im Menü auf der linken Seite des Dialogfeldes markieren und auf das zugehörige Symbol doppelklicken. Daraufhin wird die Bildschirmmaske auf der rechten Seite angepaßt und ermöglicht Ihnen das Konfigurieren des Eintrags.

Abbildung 6-23. Das GNOME Control Center

Sie können das Control Center mit zwei verschiedenen Methoden aufrufen. Wenn Sie das Control Center öffnen möchten, ohne ein bestimmtes aktives Capplet bearbeiten zu wollen, wählen Sie einfach den Menübefehl Control Center im Menü System.

Wenn Sie hingegen bereits wissen, welches Capplet Sie bearbeiten möchten, können Sie für das Öffnen des entsprechenden Bildschirms direkt den entsprechenden Menübefehl im Ordner Control Center des Hauptmenüs wählen.

Desktop Capplets

Background Properties

Mit Hilfe dieses Capplets können Sie die Farbe oder die verwendete Grafik für das Hintergrundbild Ihres Desktops wählen. Wenn Sie eine bestimmte Farbe für den Hintergrund verwenden, können Sie zwischen den Optionen Solid und Gradient wählen. Während bei Solid der gesamte Bildschirmbereich mit der gleichen Farbe hinterlegt wird, gehen bei Gradient zwei Farben ineinander über. Daher müssen Sie in diesem Fall noch eine zweite Farbe auswählen und festlegen, ob der Übergang vertikal oder horizontal erfolgen soll.

Wenn Sie hingegen eine Grafik als Hintergrundbild verwenden möchten, können Sie nach dem Bild suchen, das Sie verwenden wollen. Wenn Sie sich für ein bestimmtes Bild entschieden haben, müssen Sie festlegen, ob das Bild zentral angeordnet, mehrfach nebeneinander angezeigt oder auf Bildschirmgröße skaliert werden soll (mit oder ohne Berücksichtigung der Seitenverhältnisse). Nachdem Sie alle Einstellungen nach Ihren Wünschen vorgenommen haben, können Sie durch Klicken auf den Button Try an der Unterseite des Control Centers die Änderungen durchführen lassen.

Wenn Sie mit einer anderen Methode eine Hintergrund-Kachelgrafik festlegen möchten, können Sie dieses Capplet mit dem Kontrollkästchen Disable background selection deaktivieren.

Abbildung 6-24. Background Properties

Screensaver

Mit diesem Capplet können Sie die Eigenschaften Ihres xscreensavers festlegen. Dieses Capplet enthält eine Liste mit den zur Auswahl stehenden Bildschirmschonern und ein Feld für die Anzeige einer Vorschau des markierten Bildschirmschoners. In der unteren Hälfte dieses Dialogfeldes stehen Ihnen verschiedene globale Einstellmöglichkeiten für die auf Ihrem System installierten Bildschirmschoner zur Verfügung. Wenn der von Ihnen ausgewählte Bildschirmschoner noch weitere Einstellmöglichkeiten bietet, können Sie diese durch Klicken auf den Button Settings unterhalb der Liste Screen Saver konfigurieren.

Global Screen Saver settings – In diesem Bereich des Capplets können Sie die Zeitspanne für das Aktivieren des Bildschirmschoners, das Paßwort und Energiespareinstellungen festlegen. Die Zeitspanne wird in das Textfeld Start After eingeben und in Minuten festgelegt. Wenn Sie Ihren Computer durch ein Paßwort schützen möchten, können Sie das Kontrollkästchen Require Password aktivieren. In diesem Fall müssen Sie Ihr Anmeldepaßwort eingeben, um vom Bildschirmschoner wieder zur normalen Bildschirmanzeige zurückkehren zu können.

Sie können zudem Optionen für die Energiespareinstellungen festlegen, wenn diese von Ihrem Monitor unterstützt werden. Hierzu dient das Textfeld Shutdown monitor, in das Sie eingeben können, nach welcher Zeitspanne der Monitor ausgeschaltet wird.

Abbildung 6-25. Capplet Screensaver Properties

Theme Selector

Das Capplet Appearances enthält den Theme Selector, mit dem Sie auswählen können, welches GTK Theme verwendet werden soll.

Bei GTK Themes handelt es sich um Themes, mit denen das "GTK Widget" der Benutzeroberfläche ein bestimmtes Erscheinungsbild (Look and Feel) zuweist. Bei dem Widget handelt es sich um eine Reihe von Tools, die Anwendungen bestimmte Elemente der GUI wie Buttons, Bildlaufleisten, Kontrollkästchen u.ä. zur Verfügung stellen. Da GNOME-kompatible Anwendungen auf GTK beruhen, paßt sich normalerweise das Erscheinungsbild Ihrer GNOME-Anwendungen an das im GTK Theme festgelegte Look and Feel an.

Für das Ändern Ihres GTK Themes müssen Sie lediglich ein Theme aus der Liste mit verfügbaren Themes auf der linken Seite des Dialogfelds auswählen. Wenn Sie die Option Auto Preview aktiviert haben, können Sie im Feld Preview das gewählte Theme in der Vorschau anzeigen. Wenn Ihnen das Theme zusagt, können Sie es durch Klicken auf den Button Try an der Unterseite des GNOME Control Centers installieren.

Bei der Installation von GNOME werden einige GTK Themes automatisch eingerichtet. Wenn Sie weitere Themes installieren möchten, finden Sie eine entsprechende Auswahl im Internet beispielsweise unter http://gtk.themes.org/. Sobald Sie ein Theme Ihrer Wahl heruntergeladen haben, klicken Sie auf den Button Install new theme. Dadurch wird ein Dateibrowser gestartet, mit dem Sie die Datei mit dem heruntergeladenen Theme anzeigen können. Die entsprechenden Dateien liegen normalerweise in den Formaten tar.gz oder .tgz vor (auch "Tarball" genannt). Sobald Sie die erforderliche Datei gefunden haben, klicken Sie auf OK, um das Theme automatisch installieren zu lassen. Es steht dann später wie die anderen Themes für die Auswahl zur Verfügung.

Nachdem das Theme bei der Installation in das Verzeichnis .themes entpackt wurde, wird es allerdings erst beim nächsten Starten des GNOME Control Centers in der Liste mit den verfügbaren Themes angezeigt.

Abbildung 6-26. Capplet Theme Selector

Window Manager

Da GNOME in Verbindung mit verschiedenen Windowmanagern verwendet werden kann, steht Ihnen im Control Center auch eine Option zum Auswählen von Windowmanagern zur Verfügung. Mit dem Capplet Window Manager können Sie die Windowmanager mit den im folgenden genannten Optionen konfigurieren.

Abbildung 6-27. Capplet Window Manager

Im Capplet Window Manager erhalten Sie in einer Liste einen Überblick über alle zur Verfügung stehenden Windowmanager. Der jeweils aktive Windowmanager ist zudem mit der Bemerkung „Current“ versehen.

Wenn Sie einen neuen Windowmanager in die Hauptliste einfügen möchten, können Sie hierzu auf den Button Add klicken. Dadurch wird das Dialogfeld Add New Window Manager aufgerufen.

Abbildung 6-28. Add New Window Manager

Im Dialogfeld Add New Window Manager können Sie festlegen, welchen Namen Sie dem Windowmanager geben möchten, mit welchem Befehl dieser gestartet wird und mit welchem Befehl möglicherweise verfügbare Konfigurationstools für den Windowmanager ausgeführt werden.

Wenn Sie wissen, daß der Windowmanager vollständig GNOME-kompatibel ist und das Session-Management unterstützt, können Sie das Kontrollkästchen Window manager is session managed aktivieren. Sollten Sie sich diesbezüglich nicht sicher sein, sollten Sie die Dokumentation zu Ihrem Windowmanager heranziehen.

Klicken Sie auf OK, wenn Sie alle Einstellungen vorgenommen haben.

Nachdem Sie den neuen Windowmanager hinzugefügt haben, wird dieser in der Liste mit Windowmanagern angezeigt. Wenn Sie die Eigenschaften des mit Hilfe des Dialogfelds Add New Window Manager konfigurierten Windowmanagers ändern möchten, müssen Sie den Windowmanager hierzu lediglich in der Liste markieren und auf den Button Edit klicken.

Das Löschen von Windowmanagern kann einfach durch Markieren des entsprechenden Eintrags und Klicken auf den Button Delete vorgenommen werden.

Wenn Sie den Windowmanager nach Ihren Wünschen eingerichtet haben, können Sie diesen in der Liste auswählen und müssen dann nur noch auf den Button Try klicken, um ihn zu verwenden. Falls Sie das Konfigurationstool vor oder nach dem Umschalten auf diesen Windowmanager verwenden möchten, müssen Sie den Windowmanager markieren und dann auf den Button Run Configuration Tool for [Windowmanager] klicken.

GNOME Edit Properties

Mit Hilfe des Capplets GNOME Edit Properties können Sie festlegen, welcher Editor standardmäßig bei der Arbeit mit GNOME verwendet wird. Dadurch wird in Anwendungen wie dem GNOME-Dateimanager der von Ihnen gewünschte Editor aufgerufen, wenn Sie Dateien für das Bearbeiten öffnen. In der Auswahlliste stehen Ihnen alle verbreiteten Editoren zur Verfügung. Dieses Capplet ähnelt in weiten Teilen dem Mime Type Capplet, wird aber nur in Verbindung mit bestimmten Anwendungen eingesetzt.

Abbildung 6-29. GNOME Edit Properties

GNOME Mime Types

Mit dem Capplet GNOME Mime Types können Sie festlegen, wie bestimmte Dateitypen (Mime-Typen) verarbeitet werden sollen. Mime steht für Multipurpose Internet Mail Extensions und wurde ursprünglich entwickelt, um mittels E-Mails verschiedene Arten von Daten übertragen zu können. In GNOME können Sie Mime-Typen bestimmte Aktionen zuweisen. Wenn Sie beispielsweise häufig .sgml-Dateien verwenden und diese immer mit Emacs bearbeiten möchten, können Sie den Mime-Typ .sgml so einrichten, daß stets Emacs für das Bearbeiten aufgerufen wird. Das bedeutet, daß jede Anwendung für das Anzeigen und Bearbeiten dieses Mime-Typs den Editor Emacs startet. Auch beim Doppelklicken auf Dateien diesen Typs im GNOME-Dateimanager wird künftig Emacs aufgerufen.

Abbildung 6-30. GNOME Mime Types

Zum Hinzufügen neuer Mime-Typen müssen Sie auf den Button Add klicken. Dadurch wird das Dialogfeld Add New Mime Type angezeigt, in dem Sie den neuen Mime-Typ definieren können.

Um einen bestehenden Mime-Typ zu bearbeiten, können Sie den Eintrag für diesen Typ durch Klicken markieren und dann auf den Button Edit klicken. Dadurch wird das Dialogfeld Set Actions for... aufgerufen. In diesem können Sie das für den Mime-Typ verwendete Symbol festlegen und die Aktionen Open, View und Edit für das Öffnen, Anzeigen und Bearbeiten von Dateien dieses Typs definieren.

Multimedia Capplets

Keyboard Bell

Mit dem Capplet Keyboard Bell können Sie das akustische Signal ändern, das als Hinweis auf Fehler oder beim Ausgeben von Meldungen von Ihrem PC-Lautsprecher ausgegeben wird.

Mit dem Schieberegler Volume können Sie die Lautstärke dieses Signals einstellen.

Mit Hilfe des Schiebereglers Pitch können Sie die Tonhöhe beeinflussen. Als Standard werden 440 Hz verwendet, was dem A über dem mittleren C entspricht.

Mit dem Schieberegler Duration können Sie die Länge des abgespielten Tons einstellen.

Durch Klicken auf den Button Test können Sie die aktuellen Einstellungen für das akustische Signal überprüfen.

Abbildung 6-31. Keyboard Bell Capplet

Sound Capplet

Das Capplet Sound dient zur Einstellung der Systemklänge für Ihre GNOME-Sitzung. Hierfür stehen Ihnen zwei Register zur Verfügung: General und Sound Events.

General – In diesem Register befinden sich zwei Kontrollkästchen, mit dem Sie die Ausgabe von Klängen für GNOME und bestimmte Ereignisse aktivieren können. Wenn Sie Enable Sound for GNOME aktivieren, wird bei jeder GNOME-Sitzung die Soundengine von GNOME (ESD) gestartet. Enable sound for events bewirkt die Ausgabe von Klangdateien, wenn Sie im Register Sound Events festgelegt haben, bei welchen Ereignissen Klänge ausgegeben werden sollen. Wenn diese beiden Kontrollkästchen aktiviert sind, speichert die Funktion zum Session-Management von GNOME Ihre aktuellen Klangeinstellungen bei jedem Beenden einer GNOME-Sitzung. Diese Einstellungen stehen Ihnen dann beim nächsten Starten von GNOME wieder zur Verfügung.

Sound Events – Mit diesem Register können Sie bestimmten Ereignissen in GNOME Klänge zuweisen bzw. diese Zuweisung ändern.

Wenn Sie einem Ereignis in GNOME einen Klang zuweisen möchten, müssen Sie in der hierarchischen Liste auf der linken Seite ein Ereignis markieren und dann auf den Button Browse klicken, um eine Sounddatei für die Verknüpfung auszuwählen. Sobald Sie die gewünschte Klangdatei gefunden haben, können Sie diese durch Klicken auf den Button Play abspielen und dadurch testen.

Abbildung 6-32. Sound Properties Capplet

Peripherals

Die Capplets in diesem Bereich des Control Centers helfen Ihnen beim Konfigurieren der Eingabegeräte wie Tastatur und Maus.

Keyboard Properties

Für die Tastatur stehen Ihnen zwei Einstellungen in diesem Capplet zur Verfügung. Sie können die Einstellungen für Auto-repeat und Keyboard Click festlegen.

Auto-repeat bietet Ihnen die Möglichkeit, durch längeres Drücken einer Taste das entsprechende Zeichen mit der eingestellten Verzögerung und Wiederholrate zu wiederholen. Keyboard Click dient hingegen dazu, bei jeder Tastenbetätigung ein Klicken zu erzeugen.

Abbildung 6-33. Capplet Keyboard Properties

Mouse Properties

Mit dem Capplet Mouse Properties können Sie die linke und die rechte Maustaste vertauschen und die Einstellungen für Accelerations und Threshold festlegen.

Mit dem Schieberegler Accelerations können Sie festlegen, mit welcher Geschwindigkeit der Mauszeiger auf dem Bildschirm in bezug auf die Bewegung der Maus mit der Hand seine Position ändert. Mit Threshold können Sie hingegen definieren, mit welcher Geschwindigkeit die Maus bewegt werden muß, damit der Mauszeiger mit der unter Accelerations eingestellten erhöhten Geschwindigkeit die Position auf dem Bildschirm ändert.

Abbildung 6-34. Capplet Mouse Properties

Startup Programs

Mit Hilfe des Capplets Startup Programs können Sie festlegen, welche Anwendungen bei jedem Start von GNOME automatisch ausgeführt werden sollen.

Um ein Programm in das Capplet Startup Programs einzufügen, müssen Sie lediglich den Befehl zum Starten der Anwendung in das Textfeld unter den Buttons Add und Remove eingeben.

Sobald Sie den Befehl eingegeben haben, können Sie diesen durch Klicken auf den Button Add in Ihre Startup-Liste einfügen. Wenn Sie ein Programm aus der Startup-Gruppe entfernen möchten, müssen Sie den entsprechenden Eintrag markieren und auf den Button Remove klicken.

Abbildung 6-35. Capplet Startup Programs

Optionen für die Benutzerschnittstelle

Die Optionen für die Benutzerschnittstelle ermöglichen Ihnen das Ändern des Erscheinungsbilds GNOME-kompatibler Anwendungen. Dabei handelt es sich um die vorinstallierten Anwendungen sowie um Anwendungen, die mit GTK (GIMP Toolkit) erstellt wurden.

Application Defaults

Mit Hilfe des Capplets Application Defaults können Sie bestimmte Aspekte der Benutzerschnittstelle bei GNOME-kompatiblen Anwendungen ändern.

WICHTIG: Obwohl Sie mit diesem Capplet das Look and Feel Ihrer Anwendungen in weiten Teilen selbst bestimmen können, sollten Sie diese Tools nur dann verwenden, wenn Sie mit GNOME wirklich vertraut sind.

  • Can detach and move toolbars – Standardmäßig können Symbolleisten in GNOME-Anwendungen von ihrem üblichen Anzeigeort abgelöst und an eine beliebige Stelle in der Anwendung oder auf dem Desktop verschoben werden. Wenn Sie diese Funktion nicht nutzen möchten, können Sie sie hiermit deaktivieren.

  • Can detach and move menubars – Standardmäßig können Menüleisten in GNOME-Anwendungen von ihrem üblichen Anzeigeort abgelöst und an eine beliebige Stelle in der Anwendung oder auf dem Desktop verschoben werden. Wenn Sie diese Funktion nicht nutzen möchten, können Sie sie hiermit deaktivieren.

  • Menubars have relieved borders – Standardmäßig verfügen Menüleisten über hervorgehobene Rahmen. Wenn Ihnen dieses Erscheinungsbild nicht gefällt, können Sie diese Funktion deaktivieren.

  • Toolbars have relieved borders – Standardmäßig verfügen Symbolleisten über hervorgehobene Rahmen. Wenn Ihnen dieses Erscheinungsbild nicht gefällt, können Sie diese Funktion deaktivieren.

  • Toolbar buttons have relieved borders – Standardmäßig verfügen Buttons in der Symbolleiste nicht über hervorgehobene Rahmen. Der Rahmen wird erst optisch hervorgehoben, wenn Sie den Mauszeiger über einen Button bewegen. Wenn Sie die Buttons immer mit hervorgehobenem Rahmen anzeigen möchten, können Sie diese Option aktivieren.

  • Toolbars have line separators – Standardmäßig werden die Buttons in der Symbolleiste durch schmale Linien voneinander getrennt. Wenn Sie diese Trennlinien nicht anzeigen möchten, können Sie diese Funktion deaktivieren.

  • Toolbars have text labels – Standardmäßig werden Buttons in der Symbolleiste durch Symbole und Text gekennzeichnet. Wenn Sie mit den Buttons vertraut sind und die Beschriftung nicht benötigen, können Sie diese Funktion deaktivieren.

  • Statusbar in interactive when possible – Bei einigen Anwendungen wird die Statusleiste an der Unterseite optional in einem eigenen Fenster angezeigt. Wenn Sie diese Möglichkeit nutzen möchten, können Sie hierzu diese Option aktivieren.

  • Statusbar progress meter on right – Einige Anwendungen verfügen über Fortschrittsanzeigen in der Statusleiste. Standardmäßig werden diese Fortschrittsanzeigen auf der rechten Seite der Statusleiste angezeigt. Sie können die Fortschrittsanzeigen auf Wunsch auch auf der linken Seite anzeigen oder ganz ausblenden.

  • Dialog buttons have icons – Einige Buttons in Dialogfeldern (beispielsweise "OK") können mit Symbolen angezeigt werden. Bei Anwendungen, die über diese Funktion verfügen, werden standardmäßig diese Symbole angezeigt. Wenn Sie die Symbole ausblenden möchten, können Sie diese Funktion deaktivieren.

  • Menu items have icons -–Einige Menübefehle in manchen Anwendungen verfügen über Symbole. Wenn Sie diese Symbole nicht verwenden möchten, können Sie diese Option deaktivieren.

Abbildung 6-36. Capplet Applications Defaults

Dialogs

Das Capplet Dialogs ermöglicht Ihnen das Ändern der Standardeinstellungen für die Dialogfelder in GNOME-kompatiblen Anwendungen. Bei einem Dialogfeld handelt es sich um ein Fenster, das von einer Anwendung angezeigt wird, um Ihnen beim Durchführen einer bestimmten Aufgabe in dieser Anwendung zu helfen. Beispielsweise wird ein Dialogfeld mit Einstellungsmöglichkeiten für das Drucken angezeigt, wenn Sie auf den Button Drucken in einer Anwendung klicken. In diesem Dialogfeld können Sie die Optionen für das Drucken festlegen und den Druckvorgang einleiten. Mit dem Capplet Dialogs können Sie die folgenden Optionen ändern:

Dialog buttons – Hier können Sie die Standardbuttons wählen oder Buttons mit größerem Abstand, die Buttons an die Ränder verschieben oder links- bzw. rechtsbündig anordnen.

Default position – Mit dieser Option können Sie festlegen, wie Dialogfelder auf dem Bildschirm angezeigt werden. Sie können die Plazierung dem Windowmanager überlassen (oder die entsprechende Einstellung ggf. direkt im Windowmanager vornehmen), die Dialogfelder auf dem Bildschirm zentrieren oder Sie an der Position anzeigen lassen, an der sich gerade Ihr Mauszeiger befindet.

Dialog hints – Mit dieser Option können Sie die Darstellung der Hinweise (Tooltips) beeinflussen, die angezeigt werden, wenn Sie den Mauszeiger auf einen Button oder Bereich eines Dialogfelds bewegen. Sie können festlegen, daß diese Hinweise wie andere Fenster behandelt werden oder die Art der Darstellung durch den Windowmanager vornehmen lassen.

Sie können auch einstellen, daß Anwendungen die Statusleiste statt eines Dialogfeldes für die Ausgabe von Meldungen verwenden. Dies ist nur bei Dialogfeldern möglich, die keine Interaktion mit dem Benutzer erfordern.

Sie können auch als Option wählen, daß Dialogfelder in den Programmfenstern der jeweiligen Anwendungen angezeigt werden, um so eine übersichtlichere Bildschirmanzeige zu erreichen. Wenn Sie bereits mit anderen Betriebssystemen vertraut sind, empfiehlt sich die Verwendung dieser Option, da bei den meisten grafischen Benutzeroberflächen die Anzeige von Dialogfeldern auf diese Weise erfolgt.

WICHTIG: Obwohl Sie mit diesem Capplet das Look and Feel Ihrer Anwendungen in weiten Teilen selbst bestimmen können, sollten Sie diese Tools nur dann verwenden, wenn Sie mit GNOME wirklich vertraut sind.

Abbildung 6-37. Capplet Dialog

MDI

Mit dem Capplet MDI können Sie den MDI-Modus für GNOME-Anwendungen ändern. MDI ist die Abkürzung für Multiple Document Interface und legt fest, wie die gleichzeitige Anzeige mehrerer Dokumente in GNOME-Anwendungen erfolgt.

WICHTIG: Obwohl Sie mit diesem Capplet das Look and Feel Ihrer Anwendungen in weiten Teilen selbst bestimmen können, sollten Sie diese Tools nur dann verwenden, wenn Sie mit GNOME wirklich vertraut sind.

Standardmäßig verwenden GNOME-kompatible Anwendungen für MDI Register. Wenn Sie diese Darstellungsweise ändern möchten, können Sie dies hier tun.

Neben der Option Notebook stehen Ihnen auch noch Toplevel und Modal zur Verfügung. Bei Notebook (Register) handelt es sich um die Standardeinstellung, während bei Toplevel nur das aktive Dokument im Vordergrund angezeigt wird, bis dieses geschlossen wird. Modal verfügt hingegen über eine oberste Ebene, in der jeweils ein beliebiges aktives Dokument angezeigt werden kann. Wenn Sie bereits mit Emacs gearbeitet haben, dürften Sie mit Modal rasch zurechtkommen, da Emacs in ähnlicher Weise Puffer verwaltet.

Wenn Sie die Einstellung Notebook verwenden, können Sie festlegen, an welcher Stelle die Register in Ihren Anwendungen angezeigt werden sollen. Die Anzeige kann oben, links, rechts oder unten erfolgen. Beachten Sie bitte in diesem Zusammenhang, daß Sie mit diesen Einstellungen nur die Anzeige in GNOME-kompatiblen Anwendungen beeinflussen können.

Abbildung 6-38. MDI Capplet