Apt stellt die nächste Generation der Debian GNU/Linux-Paketverwaltung dar. Die „Backends“, also die Programme im Hintergrund, welche die eigentliche Arbeit verrichten, sind zum großen Teil fertiggestellt. Die „Frontends“, Programme mit einer Benutzeroberfläche, befinden sich noch in der Entwicklung.
Zunächst werden wir Ihnen zeigen, wie Sie Apt konfigurieren und mit Hilfe der Kommandozeile Pakete verwalten. Später stellen wir Ihnen einige der Frontends zu Apt vor.
Wenn Sie Apt bereits über das Programm dselect als Installationsmethode benutzt haben, so haben Sie wahrscheinlich bereits Apt auf Ihre Bedürfnisse angepaßt. Hier noch einige weitergehende Informationen zu Apt:
Apt steht für „A Package Tool“, ein Programm also, welches den Systemadministrator (also Sie :-) ) bei der Installation und Verwaltung von Programmen unterstützen soll. Der erste Schritt zur Benutzung von Apt ist die Anpassung der Konfigurationsdatei /etc/apt/sources.list . In dieser Datei befinden sich die Informationen, von welcher Quelle die Pakete geholt werden sollen. Apt unterstützt eine große Zahl verschiedener Installationsquellen. Momentan sind dies: cdrom, file, http und ftp. Jede dieser Quellen wird in einer einzelnen Zeile in der Datei beschrieben. Dabei wird auch die Reihenfolge berücksichtigt, weiter oben stehende Einträge haben eine höhere Priorität. Das Format der Einträge läßt sich wie folgt beschreiben:
deb uri distribution [component1] [component2] [...]
Ein Eintrag könnte also wie folgt aussehen:
deb ftp://ftp.debian.org/debian stable main
Das Feld uri beschreibt die Installationsquelle und den Pfad zum „root-“Verzeichnis der Debian Distribution. Auf einer CD-ROM ist der Pfad im Normalfall das Verzeichnis /debian .
Mit dem Feld distribution stellen Sie die gewünschte Version ein, die Sie installieren möchten. Normalerweise wird man sich zwischen stable für die aktuelle, stabile Version oder für unstable, die Entwicklerversion, entscheiden. Wie schon am Anfang dieses Buches beschrieben, bekommt jede Debian-Version einen Namen. Sie können auch diesen Namen hier einsetzen, also slink für die Version 2.1 oder potato für die Version 2.2 .
Die Felder „component“ werden mit den einzelnen Bereichen der Distribution gefüllt. Hier können beispielsweise: main, contrib, non-free, non-US stehen. Zulässig sind ein oder mehrere Einträge, die durch Leerzeichen voneinander getrennt werden.
Nun noch einige genauere Informationen zu den Installationsquellen:
dient zur Benutzung eines Verzeichnisses als Quelle für die Pakete. Dies kann ein lokales oder ein per NFS gemountetes Verzeichnis sein.
benutzt ein lokal installiertes CD-ROM als Installationsquelle. Wenn die Distribution auf mehreren CDs vorliegt, wird auch dies unterstützt. Benutzen Sie das Programm apt-cdrom, um die nötigen Einträge in der Datei /etc/apt/sources.list vorzunehmen, oder benutzen Sie das Programm apt-setup.
benutzt einen HTTP-Server als Installationsquelle. Wenn die Shell-Umgebungsvariable $http_proxy gesetzt ist (im Format: http://server:port/ ), so wird dieser anstelle einer direkten Verbindung zum Server benutzt. Sie können auch Proxy-Server, die eine Authentifizierung verlangen, benutzen. Hierzu ist der Proxy im Format: http://user:pass@server:port/ anzugeben. Bitte beachten Sie, daß die Benutzernamen und Paßwörter auf diesem Wege unverschlüsselt übertragen werden.
stellt sicher die am häufigsten verwendete Methode für Apt dar. Die Daten werden per FTP (File Transfer Protocol) auf den Rechner übertragen. Ein Beispiel finden Sie weiter unten.
Diese Methode ist identisch mit der Methode „file“, mit dem Unterschied, daß die Pakete vor der Installation in das Verzeichnis /var/apt/cache/archives/ kopiert werden. Dies kann zum Beispiel auf Systemen Sinn machen, die keine Verbindung zum Netz haben und per ZIP-Medium aktualisiert werden sollen.
deb http://www.debian.org/archive stable main contrib
Ein solcher Eintrag benutzt das Archiv auf http://www.debian.org mit den Bereichen stable/main und stable/contrib.
Folgender Eintrag holt die Dateien via FTP aus dem Verzeichnis /debian , es wird die noch nicht fertige „unstable“ Version von Debian GNU/Linux benutzt und auf die Bereiche main, contrib und non-free zugegriffen:
deb ftp://ftp.debian.org/debian unstable main contrib non-free
Nochmal ein ähnlicher Eintrag, diesmal für die stabile Version und lediglich den Bereich main.
deb ftp://ftp.debian.org/debian stable main
Wenn Sie die beiden vorhergehenden Zeilen in Ihrer Konfiguration einsetzen, werden beide Zeilen in einem FTP-Zugriff bearbeitet.
deb file:/home/vincent/debian stable main contrib non-free
Ein solcher Eintrag benutzt eine lokale Kopie der Daten auf der Festplatte. Dies kann auch ein per NFS gemountetes Verzeichnis sein.
Mit apt-setup können Sie über eine Benutzeroberfläche die Einträge in der Datei /etc/apt/sources.list ergänzen. apt-setup kann hierzu die Methoden „http“, „ftp“ und „filesystem“ benutzen, für die Methode „cdrom“ wird auf das Programm apt-cdrom zurückgegriffen. Ein weiteren Menüpunkt („edit sources list by hand“) ruft einen Editor (vi) auf, Sie können dann weitere Einträge von Hand aufnehmen. Nach Verlassen des Editors wird versucht, von den angegebenen Quellen die Package-Dateien zu lesen.

Als einzige Option kann beim Starten der Wert „probe“ übergeben werden. Dies führt dazu, daß eine eingelegte CD-ROM sofort eingelesen wird.
apt-get ist die eigentliche Benutzerschnittstelle zur Verwaltung von Paketen. Dieses Programm ohne grafische Benutzeroberfläche ist recht einfach zu bedienen. Grafische Alternativen befinden sich in der Entwicklung, dazu später mehr.
apt-get benutzt folgende Syntax:
apt-get [options] [command] [package ...]
Die Optionen werden Sie sicher seltener benötigen, daher zuerst einige Worte zu den einzelnen Kommandos:
aktualisiert die Übersicht der verfügbaren Pakete, liest also die Informationen aus den Dateien Packages.gz der jeweiligen Distribution ein. Sie sollten update immer ausführen, wenn Sie wissen, daß sich die Inhalte der Paketdateien beziehungsweise die verfügbaren Pakete auf dem Server geändert haben. Auf jeden Fall sollten Sie update vor dem Aufruf von upgrade oder dist-upgrade aufrufen.
Um alle auf dem System installierten Pakete auf die aktuelle Version zu bringen, können Sie upgrade benutzen. Alle bereits installierten Pakete, von denen eine neuere Version verfügbar ist, werden aktualisiert. Es werden keine Pakete gelöscht, die bereits installiert sind (und in den neuen Paketdateien nicht mehr enthalten sind), oder Pakete installiert, die noch nicht auf dem System vorhanden sind. Pakete, die bereits installiert sind und es bei einem Upgrade erforderlich machen, den Status anderer Pakete zu verändern, werden nicht aktualisiert. apt-get update muß vorab ausgeführt werden, so daß sichergestellt ist, daß die Paketinformationen auf dem neuesten Stand sind.
ist eigentlich eine Ergänzung oder Erweiterung zu upgrade. Es wird hierbei dafür Sorge getragen, daß für das System wichtigere Pakete zuerst installiert werden. Hierbei werden in engen Grenzen auch Abhängigkeiten verändert, um ein Paket installieren zu können. Dies ist dann notwendig, wenn ein System komplett auf eine neue Version umgestellt werden soll und kein „sanfter“ Übergang gewährleistet werden kann.
Diese Option benötigt noch einen oder mehrere Paketnamen. Jedes dieser Pakete (der Paketname, also beispielsweise sendmail, reicht hierbei aus) sowie die noch benötigten Pakete (diese werden automatisch ermittelt) werden auf Basis der Informationen in /etc/apt/sources.list geholt und installiert. Wenn Sie hinter den Namen des Paketes ein Minuszeichen (-) setzen, wird das Paket aus dem System entfernt, wenn es bereits installiert ist. Achten Sie darauf, daß das Minuszeichen direkt nach dem Paketnamen steht, ohne ein Leerzeichen dazwischen. Diese Funktion kann auch bei Konflikten bei der Installation einzelner Pakete sehr nützlich sein, Sie können so Pakete in einem Vorgang löschen und installieren.
Diese Funktion ist identisch mit der vorherigen, nur mit dem Unterschied, daß die Pakete standardmäßig entfernt werden, statt sie zu installieren. Analog zu dem eben Beschriebenen können Sie hier in Pluszeichen (+) verwenden, um Pakete zu installieren.
dient lediglich zur Diagnose. Es wird überprüft, ob sich irgendwelche Unstimmigkeiten in den Paketen finden.
Dies löscht das lokale Verzeichnis, in dem sich die zu installierenden Pakete befinden. Alles, mit Ausnahme der lock-Datei, wird aus /var/cache/apt/archives/ und /var/cache/apt/archives/partial/ gelöscht.
Soweit zu den Parametern. Sie können noch folgende Optionen benutzen um apt-get zu steuern.
Ignoriere eventuell fehlende Pakete
Holt die gewünschten Pakete vom Server, ohne diese zu installieren.
Behebt die defekten Abhängigkeiten zwischen den Paketen. apt-get -f install versucht, diese automatisch zu reparieren.
Hier nun ein Beispiel aus der Praxis zur Benutzung von Apt:
Beachten Sie bitte, daß Pakete nur mit Superuser-Rechten (root) installiert werden können.
Zuallererst muß apt die Informationen über die verfügbaren Pakete erhalten, hierzu dient das Kommando apt-get update.
sushi:/root # apt-get update Hit ftp://192.168.0.5 potato/main Packages Hit ftp://192.168.0.5 potato/main Release Get:1 ftp://192.168.0.5 potato/non-free Packages [78.6kB] Get:2 ftp://192.168.0.5 potato/non-free Release [99B] Fetched 68.5kB in 0s (104kB/s) Reading Package Lists... Done Building Dependency Tree... Done |
sushi:/root# apt-get install sane Reading Package Lists... Done Building Dependency Tree... Done The following extra packages will be installed: libgimp1 libsane The following NEW packages will be installed: libgimp1 libsane sane 0 packages upgraded, 3 newly installed, 0 to remove and 3 not upgraded. Need to get 703kB of archives. After unpacking 1729kB will be used. Do you want to continue? [Y/n] |
Im folgenden gehen wir auf einige spezielle Optionen von apt ein.
Bei jedem Start von apt (mit der Ausnahme, wenn Sie die Option update benutzen) wird eine Reihe von Prüfungen durchgeführt, um sicherzustellen, daß apt funktionsfähig und Ihr System in einem guten Zustand ist. Sie können diese Prüfungen auch zu jeder Zeit selber anstoßen:
sushi:/root# apt-get check Reading Package Lists... Done Building Dependency Tree... Done |
Im zweiten Schritt wird eine detaillierte Analyse des Systems durchgeführt, inklusive aller Abhängigkeiten. Es werden von jedem installierten oder bereits entpackten, aber noch nicht konfiguriertem Paket die Abhängigkeiten geprüft. Wenn dabei ein Problem auftaucht, wird dies angezeigt und apt-get bricht die weitere Bearbeitung ab.
sushi:/root# apt-get check
Reading Package Lists... Done
Building Dependancy Tree... Done
You might want to run apt-get -f install' to correct these.
Sorry, but the following packages have unmet dependencies:
9fonts: Depends: xlib6g but it is not installed
uucp: Depends: mailx but it is not installed
blast: Depends: xlib6g (>= 3.3-5) but it is not installed
adduser: Depends: perl-base but it is not installed
aumix: Depends: libgpmg1 but it is not installed
debiandoc-sgml: Depends: sgml-base but it is not installed
bash-builtins: Depends: bash (>= 2.01) but 2.0-3 is installed
cthugha: Depends: svgalibg1 but it is not installed
Depends: xlib6g (>= 3.3-5) but it is not installed
libreadlineg2: Conflicts:libreadline2 (<< 2.1-2.1)
|
Es gibt zwei Möglichkeiten, wie es zu solchen Problemen kommen kann: Bei einem „Upgrade“ kann es passieren, daß ein benötigtes Paket fehlt, oder aber während der Installation eines Paketes ist ein Problem aufgetreten. Wenn letzteres aufgetreten ist, dann wurde das Paket zwar entpackt, aber nicht korrekt konfiguriert.
Beide Situationen können von apt in den meisten Fällen mit der Option -f selbst behoben werden. Wenn Sie dselect mit der Methode apt benutzen, wird immer die Option -f verwendet, um eine einfache Bedienung zu gewährleisten.
Trotzdem kann es passieren, daß bei einem schweren Problem apt nicht in der Lage ist, das Problem zu beheben. In diesem Fall müssen Sie von Hand mit dem Programm dpkg den Konflikt beseitigen. Sie können danach mit apt-get fortfahren.
Bevor apt-get die gewünschten Aktionen, wie zum Beispiel das Löschen oder die Installation einzelner Pakete, ausführt die das System verändern, werden Sie über den zukünftigen Zustand des Systems informiert. Es werden folgende Informationen angezeigt: die Anzahl der Pakete, die aktualisiert werden (neuere Version), die Anzahl der Pakete, die nicht verändert werden (kept back), die Anzahl der zu löschenden Pakete sowie die Anzahl der neu zu installierenden Pakete.
Zusätzlich werden, wenn Sie die Option install benutzen, die Pakete ausgewählt und angezeigt, die aufgrund der Abhängigkeiten der zu installierenden Pakete benötigt werden.
The following extra packages will be installed:
libdbd-mysql-perl xlib6 zlib1 xzx libreadline2 libdbd-msql-perl
mailpgp xdpkg fileutils pinepgp zlib1g xlib6g perl-base
bin86 libgdbm1 libgdbmg1 quake-lib gmp2 bcc xbuffy
squake pgp-i python-base debmake ldso perl libreadlineg2
ssh
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The following packages will be REMOVED:
xlib6-dev xpat2 tk40-dev xkeycaps xbattle xonix
xdaliclock tk40 tk41 xforms0.86 ghostview xloadimage xcolorsel
xadmin xboard perl-debug tkined xtetris libreadline2-dev perl-suid
nas xpilot xfig
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Wenn Sie Pakete neu installieren, werden Sie auch darüber informiert:
The following NEW packages will installed:
zlib1g xlib6g perl-base libgdbmg1 quake-lib gmp2 pgp-i python-base
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Bei der Auswahl der Pakete haben Sie die Möglichkeit, einzelne Pakete in der aktuellen Version zu behalten, diese werden nicht aktualisiert (kept back).
The following packages have been kept back
compface man-db tetex-base msql libpaper svgalib1
gs snmp arena lynx xpat2 groff xscreensaver
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The following held packages will be changed:
cvs
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Abschließend finden Sie noch eine Zusammenfassung über die Anzahl der betroffenen Pakete. Weiterhin wird angezeigt, welches Datenvolumen übertragen werden muß und wieviel Festplattenplatz zusätzlich benötigt wird (oder auch frei wird).
206 packages upgraded, 8 newly installed, 23 to remove and 51 not upgraded.
12 packages not fully installed or removed.
Need to get 65.7M/66.7M of archives. After unpacking 26.5M will be used.
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Wenn Sie nun mit der Installation beginnen (dies müssen Sie bei apt-get install mit einem y anstoßen), werden die Pakete von dem ausgewählten Medium gelesen und installiert.
Während des Downloads von Archiven und Paketdateien zeigt apt-get eine Reihe von Informationen an:
sushi:/root# apt-get update Get:1 ftp://linux frozen/main Packages [833kB] Get:2 ftp://linux frozen/main Release [93B] Get:3 ftp://linux frozen/contrib Packages [33.4kB] Get:4 ftp://linux frozen/contrib Release [96B] Get:5 ftp://linux frozen/non-free Packages [78.1kB] Get:6 ftp://linux frozen/non-free Release [97B] Get:7 ftp://linux stable/non-US Packages [8880B] Get:8 ftp://linux stable/non-US Release [95B] Fetched 953kB in 12s (74.1kB/s) Reading Package Lists... Done Building Dependency Tree... Done |
11% [5 frozen/non-free `Waiting for file' 0/32.1k 0%] 2203b/s 1m52s |
Bei der Installation von Paketen sieht der Vorgang ähnlich aus:
sushi:/root# apt-get install aptitude Reading Package Lists... Done Building Dependency Tree... Done The following NEW packages will be installed: aptitude 0 packages upgraded, 1 newly installed, 0 to remove and 3 not upgraded. Need to get 148kB of archives. After unpacking 471kB will be used. Get:1 ftp://ftp.debian.de potato/main aptitude 0.0.4a-3 [148kB] Fetched 148kB in 5s (25.3kB/s) Selecting previously deselected package aptitude. (Reading database ... 22625 files and directories currently installed.) Unpacking aptitude (from .../aptitude_0.0.4a-3_i386.deb) ... Setting up aptitude (0.0.4a-3) ... |
Normalerweise wird apt mit einem direkten Zugriff zu einem Archiv benutzt, sei es daß die Daten auf einer lokalen Festplatte liegen oder von einer CD-ROM kommen oder über ein Netzwerk installiert werden sollen. Trotzdem kann es sinnvoll sein, wenn Sie keine aktuellen CDs zur Hand haben oder Ihnen der Download der Dateien zu langwierig ist, die Daten auf einem anderen Medium, zum Beispiel ein ZIP, von einem Rechner mit den aktuellen Paketen zu kopieren und zu installieren.
Problematisch ist dabei, daß ein solches Medium nicht ausreicht, um eine komplette Debian-Distribution aufzunehmen. Aber es reicht ja auch aus, nur die benötigten Pakete zu kopieren. Sie müssen also mittels apt eine Liste der benötigten Pakete erstellen und diese auf dem Rechner mit einer schnellen Anbindung ans Netz downloaden. Für den Download der Dateien ist das Programm wget gut geeignet.
Weiterhin müssen Sie apt dazu bringen, die Paketdateien von dem neuen Medium zu lesen. Dieses sollte mit einem Dateisystem formatiert sein, welches mit langen Dateinamen umgehen kann; dies wären zum Beispiel: ext2, vfat oder fat32.
Wenn apt auf beiden Rechnern installiert ist, können Sie über die Statusdatei (status) feststellen lassen, welche Pakete auf dem Zielrechner fehlen. Die Verzeichnisstruktur auf dem Medium sollte wie folgt aussehen:
/medium/
archives/
partial/
lists/
partial/
status
sources.list
apt.conf
|
In der Konfigurationsdatei teilen Sie apt mit, daß die Debian-Pakete auf dem Medium zu speichern sind und daß dort auch die Konfigurationsdateien zu finden sind. Die Datei sources.list sollte den Server enthalten, von dem die Pakete geholt werden sollen. Die Datei status ist eine Kopie der Datei /var/lib/dpkg/status von Ihrem Zielrechner.
Die Datei apt.conf enthält die nötigen Informationen, um das Medium zu benutzen:
APT
{
/* nur notwendig, wenn die beiden Rechner nicht die gleiche Architektur haben */
Architecture "i386";
Get::Download-Only "true";
};
Dir
{
/* die status-Datei auf dem Medium nutzen. */
State "/medium/";
State::status "status";
/* auf dem Medium cachen */
Cache::archives "/medium/archives/";
/* da ist auch die Datei sources.list */
Etc "/medium/";
};
|
Die weiteren Schritte können Sie auf dem zweiten Rechner durchführen. Passen Sie die Datei sources.list an. Dann führen Sie folgendes auf diesem Rechner aus:
export APT_CONFIG="/medium/apt.conf"
apt-get update
apt-get dist-upgrade
|
Wenn alle Dateien auf das Medium übertragen wurden, können Sie diese zu Ihrem Zielrechner transportieren und die Pakete wie folgt installieren:
export APT_CONFIG="/medium/apt.conf"
apt-get check
apt-get --no-d -o dir::etc::status=/var/lib/dpkg/status dist-upgrade
|
Wenn Sie nicht die Möglichkeit haben, die Dateien auf einem Rechner mit apt aus dem Netz zu kopieren, können Sie alternativ auch das Programm wget benutzen. Dieses ist nicht Teil der Debian GNU/Linux-Basisinstallation, Sie müssen also zunächst das Paket installieren.
wget dient zum Kopieren von Webseiten inklusive der dazugehörigen Grafiken und eventueller weiterer mit dieser Seite verlinkten Seiten. Wir werden wget aber zum gezielten Kopieren der benötigten Debian-Pakete von einem Server benutzen.
Sie können die Pakete mittels wget kopieren, indem Sie apt-get mit der Option -*-print-uris dazu benutzen, um eine Liste der benötigten Pakete mit der kompletten URL für wget zu erzeugen.
Entgegen dem eben vorgestellten Beispiel brauchen Sie hier keine extra Konfigurationsdateien (außer natürlich der Datei /etc/apt/sources.list, welche von apt benötigt wird). Führen Sie die folgenden Kommandos auf dem Rechner aus, auf dem die Pakete später installiert werden sollen.
apt-get dist-upgrade
apt-get -qq --print-uris dist-upgrade > uris
awk '{print "wget -O " $2 " " $1}' < uris > /medium/wget-script
|
Die Datei /medium/wget-script enthält nun eine Liste mit Kommandos, welche die benötigten Pakete aus dem Netz holen. Sie können dieses jetzt auf dem Medium ausführen:
cd /medium
sh -x ./wget-script
|
Wenn alle Dateien übertragen wurden, können Sie das Medium zu Ihrem Zielrechner transportieren und die Pakete mit folgendem Kommando installieren:
apt-get -o dir::cache::archives="/medium/" dist-upgrade |
Mit apt-cache können die verschiedensten Abfragen zu den bekannten Paketen (also auch zu den noch nicht installierten) erstellt werden. Dies beschränkt sich nicht nur auf Paketnamen oder die zu einem Paket gehörenden Dateinamen sondern es können auch Informationen zu den Metadaten erfragt werden.
Wenn Sie nicht die Option -h oder --help benutzen muß mindestens eines der folgenden Kommandos angegeben werden.
fügt die angegebene Package-Datei dem Package-Cache hinzu.
diese Option bewirkt das gleiche wie apt-get check. Es werden die Source und Package Caches aus den Informationen in /etc/apt/sources.list und /var/lib/dpkg/status erstellt.
diese Option zeigt Informationen über die weiterhin auf der Kommandozeile angegebenen Pakete. Es werden die verfügbaren Versionen der Pakete sowie die gesammten Abhängigkeiten dieser Pakete angezeigt. Hierbei wird zwischen sogenannten „forward“-Dependencies und „reverse“-Dependencies unterschieden. Forward-Dependencies (dies sind die im normalen Sprachgebrauch verwendeten Abhängigkeiten) beziehen sich auf die Pakete die das angefragte Paket benötigt um einwandfrei zu funktionieren. Reverse-Dependecies beschreiben die Pakete die das angefragte Paket benötigen um zu funktionieren. Ein Beispiel: apt-cache showpkg libreadline2 gibt folgendes Ergebnis aus:
Package: libreadline2 Priority: optional Section: oldlibs Installed-Size: 224 Maintainer: Matthias Klose <doko@debian.org> Architecture: i386 Source: readline2 Version: 2.1-21 Depends: libc5 (>= 5.4.0-0), ncurses3.0, base-files (>= 2.1.12) Pre-Depends: ldso (>=1.9.0-1) Filename: dists/potato/main/binary-i386/oldlibs/libreadline2_2.1-21.deb Size: 74992 MD5sum: 8314ed9148a23d161ae27d412ddcb1dd Description: GNU readline and history libraries, run-time libraries. [libc5] The GNU readline library aids in the consistency of user interface across discrete programs that need to provide a command line interface. . The GNU history library provides a consistent user interface for recalling lines of previously typed input. |
Es müssen also, damit dieses Paket funktioniert, mindestens die Pakete: libc5 in der Version 5.4.0-0 oder höher, ncurses3.0 sowie base-files in der Version 2.1.12 oder höher installiert sein.
Es wird eine Statistik über den aktuellen Cache ausgegeben. Es sind keine weiteren Argumente notwendig. Folgende Informationen werden ausgegeben:
fr@sushi:~$ apt-cache stat Total Package Names : 8953 (358k) Normal Packages: 6872 Pure Virtual Packages: 259 Single Virtual Packages: 176 Mixed Virtual Packages: 115 Missing: 1531 Total Distinct Versions: 9133 (438k) Total Dependencies: 47613 (1143k) Total Ver/File relations: 19322 (309k) Total Provides Mappings: 1889 (37.8k) Total Globbed Strings: 110 (1273) Total Dependency Version space: 179k Total Slack space: 86.3k Total Space Accounted for: 2374k |
Total Package Names Anzahl der Paketnamen die im Cache gefunden wurden
Normal Packages Dies sind Pakete deren Namen in einer Abhängigkeit zu einem anderen Paket stehen, hierunter fällt eine große Zahl der Pakete.
Pure Virtual Packages Anzahl der „virtuellen“ Paketnamen im Cache. Dies sind Pakete die ein Paket zur Verfügung stellen, deren Name aber nicht mit diesem zu tun hat, als Beispiel sein hier mail-transport-agent genannt, einige Pakete (beispielsweise exim, qmail und sendmail) stellen das Paket mail-transport-agent zur Verfügung, es gibt aber kein Paket mit dem Namen mail-transport-agent.
Single Virtual Packages Dies ist die Anzahl der Pakete die ein virtuelles Paket zur Verfügung stellen, dies aber nur einmalig im Cache auftaucht. Das virtuelle Paket X11-text-viewer wird beispielsweise nur von xless zur Verfügung gestellt.
Mixed Virtual Packages Anzahl der Pakete die sowohl als virtuelle als auch als reale Pakete vorhanden sind. debconf ist als reales Paket vorhanden, wird aber auch von debconf-tiny zur Verfügung gestellt.
Missing Pakete die in einer Abhängigkeit benannt werden, aber nicht im Cache zu finden sind. Dies kann vorkommen wenn kein Zugriff auf eine komplette Debian Distribution gegeben ist oder wenn Pakete aus der Distribution entfernt wurden.
Total Distinct Versions Die Anzahl der Paketversionen im Cache. Diese ist im Normalfall gleich der Anzahl der gesamten Pakete. Wenn jedoch zwei Distributionen (beispielsweise „stable“ und „testing“) benutzt werden, kann es vorkommen das mehrere Versionen eines Paketes verfügbar sind. In diesem Fall kann die Zahl deutlich über der der gesamten Pakete liegen.
Total Dependencies Die Anzahl der gesamten Abhängigkeiten zwischen allen Paketen im Cache.
Total Ver/File relations
Total Provides Mappings
Total Globbed Strings
Total Dependency Version space
Total Slack space
Total Space Accounted for
Zeigt eine kurze Information zu jedem Paket an, dies ist für den normalen Benutzer wenig sinnvoll und ist zur Fehlersuche für Entwickler gedacht.
Zeigt eine Liste der verfügbaren Pakete.
Zeigt eine Zusammanfassung aller nicht erfüllten Abhängigkeiten.
Hat einen ähnliche Effekt wie das Kommando dpkg --print-avail und zeigt die Paketinformationen für die angegebenen Pakete.
Führt eine Volltextsuche über alle verfügbaren Paketdateien durch. Es können Reguläre Ausdrücke benutzt werden. Es werden die Paketnamen und Beschreibungen nach dem Suchbegriff durchsucht und es wird der Paketname und die Kurzbeschreibung der entsprechenden Pakete ausgegeben. Wenn die Option --full angegeben wird, entspricht die Ausgabe der von show. Mit der Option --names-only wird die Paketbeschreibung nicht durchsucht, die Suche beschränkt sich auf den Paketnamen.
Mehrere Suchargumente können angegeben werden und werden dann über eine UND-Verknüpfung ausgewertet.
Zeigt alle Abhängigkeiten eines Paketes an. Weiterhin werden alle anderen Pakete angezeigt die die geforderten Abhängigkeiten erfüllten können.
Zeigt eine Liste aller Paketnamen. Optional kann eine Zeichenkette angegeben werden die als Suchprefix verwendet wird.
Dieser Option kann eine Liste von Paketnamen mitgegeben werden. Die Ausgabe erfolgt in einem Format welches vom Programm dotty aus dem Paket GraphVis (http://www.research.att.com/sw/tools/graphviz/) gelesen werden kann. So kann eine grafische Darstellung der Paketabhängigkeiten erstellt werden. Normalerweise werden alle Abhängigkeiten verfolgt, was zu sehr großen Dateien führen kann.
Mit Console-Apt oder auch capt können Sie über eine textbasierte Oberfläche, ähnlich wie bei dselect, die Pakete auf Ihrem System verwalten.

Sie können capt auch als console-apt oder apt-find aufrufen (apt-find war der Vorgänger von capt). capt kann aber auch apt-get ersetzen. Hierzu wurden alle nötigen Kommandozeilenparameter, die von apt-get bekannt sind, auch in capt umgesetzt.
Aktualisiert alle installierten Pakete, von denen eine neuere Version verfügbar ist.
Aktualisiert die Liste der verfügbaren Pakete.
Installiert die gewünschten Pakete und führt ggf. vorher einen Download durch.
Entfernt Pakete aus dem System.
Zeigt eine kurze Hilfe zu den verfügbaren Optionen an.
Zeigt die Programmversion (von capt an.
Hier eine Übersicht der Tastaturbelegung von capt:
Zeigt die Paketabhängigkeiten (dependencies) an.
Zeigt die Paketbeschreibung (description) an.
Ändert die Sortierung in der Anzeige. Sie können zwischen einer Sortierung nach Namen, nach Sektion und Namen, nach Archivgröße, nach installierter Größe und nach Status und Namen wählen.
Suchen nach Programmnamen.
Setzt die beim Suchen markierten Einträge zurück.
Springt zum nächsten Eintrag, der dem Suchbegriff entspricht.
Markiert ein Paket zur Installation/Upgrade.
Markiert ein Paket zum Löschen.
Aktualisiert alle älteren Pakete (Upgrade).
Vervollständigt alle noch offenen Installations- oder Löschvorgänge, bei denen zuvor Probleme aufgetreten sind.
Aktualisiert die Liste der verfügbaren Pakete.
Liste den Cache für Apt neu ein.
Bewegt den Auswahlbalken zum nächsten Eintrag.
Bewegt den Auswahlbalken zum vorherigen Eintrag.
Springt an den Anfang der Liste.
Springt ans Ende der Liste.
Springt eine Bildschirmlänge nach oben.
Springt eine Bildschirmlänge nach unten.
Scrollt in der Paketbeschreibung nach oben.
Scrollt in der Paketbeschreibung nach unten.
Ruft die Hilfeseiten auf.
Beendet das Programm beziehungsweise verläßt die Hilfeseite.
aptitude verfolgt eine etwas andere Philosophie wie dselect. Es wird streng nach installierten, nicht installierten, virtuellen Paketen und Paketen mit einer neueren Version unterschieden. Innerhalb dieser vier Gruppen werden alle Pakete in einer Baumstruktur dargestellt, die auch die Verzeichnisstruktur innerhalb des Debian Archives darstellt, also beispielsweise: main/admin oder non-US/non-free.
Sie können einzelne Teile der Struktur aufklappen und in den einzelnen Bereichen Pakete auswählen.

Auch bei aptitude decken sich die meisten Tastaturbelegungen mit dselect beziehungsweise capt.
Bewegt den Auswahlbalken zum nächsten Eintrag.
Bewegt den Auswahlbalken zum vorherigen Eintrag.
Klappt ein Verzeichnis auf/zu.
Springt zum Verzeichnis zu dem das Paket gehört.
Markiert ein Paket zur Installation. Bitte beachten Sie, daß aptitude momentan noch nicht die Abhängigkeiten prüft! Diese Funktion ist noch nicht realisiert.
Markiert ein Paket zum Löschen. Momentan ist es nicht möglich, das Paket zusammen mit den Konfigurationsdateien über aptitude zu löschen (purge).
Zeigt die Beschreibung des Paketes an.
Zeigt die Abhängigkeiten des Paketes an.
Zeigt die verfügbaren Versionen des Paketes an.
Aktualisiert die Liste der verfügbaren Pakete.
Startet die Installation der ausgewählten Pakete.
„Normalzustand“ eines Paketes. Beim nächsten Installationsdurchlauf wird dieses Paket nicht verändert. Fett geschriebene Pakete sind bereits installiert.
Paket ist in einem unbrauchbaren Zustand oder kann nicht installiert werden.
Paket wird mit einer neueren Programmversion aktualisiert.
Dieses Paket könnte aktualisiert werden, es wurde aber auf dem aktuellen Stand fixiert (hold).
Paket wird installiert.
Paket wird gelöscht.
Dieses Programm passt sich mit seiner GTK+-basierten Oberfläche perfekt in den aktuellen Debian GNOME Desktop ein. Auch mit gnome-apt können Sie alle wichtigen Aufgaben erfüllen, die bei der Paketverwaltung anfallen.

Sehen wir uns zunächst die Menüs der Reihe nach an.
„File“ – hier finden sich zwei Einträge zur Konfiguration des Programms sowie der Punkt „Quit“, welcher das Programm beendet. „General Preferences“ bietet die Möglichkeit, die Paketbeschreibung im Hauptfenster des Programms auszublenden („Show package details in main window“). Sie haben so mehr Platz, um die Paketliste mit den verschiedenen Kategorien anzeigen zu lassen. Weiterhin können Sie hier die Reihenfolge der Spalten in der Paketliste verändern.
Interessanter ist der zweite Eintrag „Sources“. Hier können Sie die Quellen angeben, von denen aus die Paketinformationen sowie die eigentlichen Debian-Pakete installiert werden sollen. An dieser Stelle können Sie zum ersten Mal Abschied vom Texteditor nehmen, um die Datei /etc/apt/sources.list zu bearbeiten.

Hinter der Schaltfläche „Add source“ verbirgt sich ein Assistent, der Sie durch die notwendigen Einstellungen führt. Ein Bild sagt wie so oft mehr als viele Worte, hier ein Beispiel für die Konfiguration einer neuen Installationsquelle:

Im ersten Dialog können Sie die gewünschte Version von Debian GNU/Linux auswählen. Normalerweise wird dies „stable“ für die stabile Version sein. Wenn Sie mit der Entwicklerversion experimentieren wollen, wählen Sie „unstable“, und wenn die Ihnen vorliegenden Pakete in kein Schema passen, steht Ihnen auch noch „other“ zur Auswahl.

Geben Sie hier nun die Adresse an, unter der die Pakete zu finden sind. Dies bezieht sich auf den Punkt im Verzeichnisbaum, an dem sich das Verzeichnis „dists“ befindet. Sie können auch einen bestehenden Eintrag aus der Liste wählen.

Wählen Sie hier nun eine oder mehrere Optionen aus. Sie bestimmen hier, aus welchen Bereichen der Distribution Pakete installiert werden sollen.
Die neue Quelle erscheint danach in der Liste und kann über „Remove source“ wieder entfernt werden oder über „Edit source“ nachträglich verändert werden. Allein diese Funktion wird einigen Nutzern so gut gefallen, daß Sie daraufhin nicht mehr auf gnome-apt verzichten wollen...
Hinter dem zweiten Menüpunkt „Actions“ finden Sie die eigentlichen Funktionen, die die notwendigen Aktionen auslösen, die Sie in der Paketliste eingestellt haben. „Update“ liest die Paketdateien neu ein und aktualisiert die Übersicht. Falls die Dateien nicht auf einem lokalen Medium vorliegen (CD-ROM oder Festplatte), werden diese per ftp oder http-Protokoll vom angegebenen Server geholt. „Complete run“ installiert die ausgewählten Pakete beziehungsweise entfernt die nicht mehr gewünschten Pakete aus dem System. „Mark upgrades“ entspricht einem apt-get upgrade und markiert alle neuen Pakete, so daß diese beim nächsten Anwählen von „Complete run“ aktualisiert werden. „Mark smart upgrade“ hingegen dient zur Aktualisierung eines Debian-Systems auf die nächste Version. Dies entspricht einem apt-get dist-upgrade.
„Package“ – hier ist der wichtigste Menüpunkt sicherlich „Search“. Hierunter verbirgt sich ein recht mächtiges Werkzeug, um aus der umfangreichen Liste einzelne Pakete zu finden.

Beachten Sie, daß hierbei nicht nur nach Namen von Paketen gesucht wird, sondern auch die Paketbeschreibungen sowie alle anderen verfügbaren Informationen durchsucht werden. Unix-Kundige erreichen sowas auch mit einem geschickten grep auf die passenden Dateien, aber hier steht Ihnen diese Funktion direkt zur Verfügung.
Die weiteren Einträge im Menü „Package“ ändern den Status eines Paketes, dies läßt sich aber auch mit einem Mausklick in der Paketliste in der passenden Spalte erreichen.
Das nächste Menü – „View“ – erlaubt Ihnen, auf vielfältige Weise die Anzeige der Paketliste zu verändern. Der erste Eintrag „Details“ entspricht der Anzeige der Paketinformationen im Hauptfenster und wird nur benötigt, falls Sie dieses in den Einstellungen für das Hauptfenster ausgeschaltet haben. Hinter dem Menüpunkt „Columns“ können Sie wählen, welche Spalten im Hauptfenster angezeigt werden sollen.
Am spannendsten sind die letzten beiden Einträge: hier können Sie sehr detailliert beeinflussen, in welcher Reihenfolge die Pakete in der Paketliste angezeigt werden sollen. Mittels „Group“ beeinflussen Sie die Anzeige der gesamten Pakete. Sie können hier zwischen einer alphabetischen Sortierung, nach Sektion, nach Priorität oder nach Status wählen. Die Sortierung nach Sektion wird Ihnen von dselect her bekannt vorkommen. Dabei werden die Pakete nach ihrer Zugehörigkeit, zum Beispiel „admin“ oder „x11“, angezeigt. Eine Sortierung nach Status wird Ihnen im allgemeinen lediglich die installierten und die noch nicht installierten Pakete anzeigen, also zwei Gruppen. Weiterhin lassen sich die Pakete nach Priorität anzeigen, hierbei wird unterschieden in „Extra“, „Important“, „No version available“, „Optional“, „Required“ sowie „Standard“
Der Menüpunkt „Order“ dient der Sortierung innerhalb der eben beschriebenen Gruppen, auch hier können Sie wieder zwischen den oben genannten vier Varianten wählen.
Die Einträge im Menü „Advanced“ sind momentan noch ohne Funktion, hier können Sie später Paketlisten im- und exportieren. Im Menü „Help“ verbergen sich allgemeine Informationen zu gnome-apt (Eintrag „About...“) sowie eine Übersicht über die Bedeutung der verwendeten Symbole:
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Sie werden gnome-apt normalerweise zur Installation neuer Pakete auf Ihrem System einsetzen. Wählen Sie hierzu im Menü „Actions“ den Eintrag „Update“, um die Paketinformationen zu aktualisieren. Danach wählen Sie die gewünschten Pakete aus, hier am Beispiel von 2utf gezeigt.

Sie können natürlich noch weitere Pakete auswählen, dies soll lediglich ein einfaches Beispiel sein. Wenn Sie lediglich dieses eine neue Paket installieren möchten, wählen Sie nun aus dem Menü „Action“ den Eintrag „Complete run“ aus. Sie bekommen noch einmal angezeigt, welche Aktionen nun durchgeführt werden, mit einem Mausklick auf „OK“ wird das gewünschte Paket installiert.

Wenn Sie auch die Pakete, die seit der letzten Installation auf dem Server aktualisiert wurden, auf Ihrem System aktualisieren möchten, wählen Sie vor der Installation aus dem Menü „Action“ noch den Eintrag „Mark upgrades“ aus.
